Termin: Email

>>Forum: Frage stellen<<

Ketamintherapie in Deutschland und Europa

Markieren zur Karte hinzufügen...

Ketamin verändert Hirnstrukturen

Es ist bereits seit langem bekannt, dass bei einer Depression messbare Veränderungen im Gehirn stattfinden. So verändert sich die Größe von verschiedenen Hirnarealen und auch die Anzahl der Nervenzellen sowie die Aktivität der Nervenzellen. In Untersuchungen an Tieren konnte bisher schon gezeigt werden, dass einige Veränderungen im Gehirn, die mit einer Depression in Verbindung gebracht werden, durch eine einzige Ketamininfusion bereits rückgängig gemacht werden können (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7400625/#CR4). 

Ketamin lässt Hirnareale an Größe gewinnen

Eine neue Studie hat nun am Menschen untersucht, wie sich die Größe von verschiedenen für die Depression relevante Hirnareale während und nach einer Ketamintherapie verändert. Dazu wurden insgesamt 44 Patienten mit einer chronischen Depression einer Ketamintherapie aus mehreren Ketamininfusionen unterzogen. Die Stimmung der Patienten wurde mit einem bekannten Fragebogen untersucht. Wie bereits in vielen anderen Studien kam es zu einer deutlichen Besserung der Depressivität bei mehr als der Hälfte der Patienten nach der Ketamintherapie. Gleichzeitig wurde vor der Ketamintherapie und danach eine MRT-Untersuchung des Gehirn der Patienten vorgenommen und mit Aufnahmen von gesunden Patienten verglichen. Dabei zeigte sich bereits vor Beginn der Therapie, dass bei den Patienten bestimmte Bereiche des Gehirns an Volumen abgenommen hatten (Thalamus, Hippocampus und Amygdala).

Nach der Ketamintherapie wurde eine erneute MRT-Untersuchung des Gehirns der Patienten durchgeführt und die Größe der verschiedenen Hirnbereiche erneut vermessen. Dabei zeigte sich in Teilen des Hippocampus und der Amygdala tatsächlich eine Größenzunahme. Die Autoren der Studie schlussfolgern, dass diese Größenveränderung wahrscheinlich einer der Effekte der antidepressiven Wirkung der Ketamintherapie ist und zeigt, dass die Therapie mit Ketamininfusionen tatsächlich auf die Strukturen des Gehirns einen Einfluss hat. Dass Ketamin bereits nach kurzer Zeit einen signifikanten, messbaren Einfluss auf die Größe von wichtigen Hirnregionen hat, könnte eine Erklärung für die gute und schnelle Wirksamkeit der Therapie sein. Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7400625/

Nervenzellen wachsen unter Ketamintherapie

In einer vor einigen Jahren veröffentlichen Studie wurde der Einfluss von Ketamin auf das Gehirn nicht durch eine Größenmessung verfolgt, sondern in einer Studie an Labortieren eine mikroskopische Untersuchung der Gehirnzellen nach einer Ketamintherapie durchgeführt. Bereits einen Tag nach einer Ketamininfusion konnte man beobachten, dass sowohl die Größe und auch die Länge und Anzahl der für die Signalübertragung wichtigen Zellfortsätze im Hippocampus sich positiv veränderte. Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28087979/)

Neuste Artikel

  • Spravato kaufen in Deutschland

    Aktuell gibt es eine neue Zulassung in der EU für Spravato. Das Esketamin Nasenspray ist in Deutschland nicht im Handel,
    Weiterlesen

  • Spravato Erfahrungen

    Nachdem das Esketamin Nasenspray Spravato inzwischen auch in der EU zugelassen ist, interessieren sich zunehmend Patienten für diese Therapie und
    Weiterlesen

  • Spravato Verschreibung

    Spravato, das Esketamin Nasenspray hat inzwischen eine Zulassung in Europa erhalten. Als Anwendungsgebiet für eine Spravato Verschreibung ist in der
    Weiterlesen

  • Ketamin verändert Hirnstrukturen

    Es ist bereits seit langem bekannt, dass bei einer Depression messbare Veränderungen im Gehirn stattfinden. So verändert sich die Größe
    Weiterlesen

  • 1