Ketamininfusion zur Therapie von Depressionen und Schmerzen

Die Ketamininfusion ist eine neue Therapie insbesondere bei chronischer Depression. Sie bietet langjährigen Patienten eine neue Perspektive und kann bei guter Wirkung eine deutliche Besserung der Depression bewirken. Andere Anwendungsgebiete sind chronische Schmerzen beispielsweise durch ein CRPS, Cluster-Kopfschmerzen oder neuropathische Schmerzen. Mit KetaLife biete ich Ihnen eine differenzierte und vom Mainstream abgegrenzte Ketamintherapie für Ihre individuelle Situation.

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Cluster Kopfschmerz Ketamintherapie

Clusterkopfschmerz Ketamin

Cluster Kopfschmerz ist eine chronische Kopfschmerzerkrankung, die betroffene Patienten schwer beeinträchtigt. Oftmals verlaufen diese Kopfschmerzen chronisch über Monate und Jahre und sprechen nur unzureichend auf Therapien an. Dass Ketamininfusionen Cluster-Kopfschmerzen bessern können, zeigt sich in einzelnen Studien, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Hier erfahren Sie weitere Hintergründe und näheres zu der eigenes für den Cluster-Kopfschmerz entwickelten "Cluster-Infusion".

Clusterkopfschmerz Ketamininfusion: Ein neuer Ansatz

Bereits 2016 wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, in der insgesamt 29 Patienten mit chronischem oder episodischem Cluster-Kopfschmerz mit bis zu 4 Ketaminfusionen behandelt wurden. Die Autoren beschreiben in dieser Studie, dass diese Therapie bei 100% der Patienten mit einem episodischen Cluster-Kopfschmerz zu einem Ende der Episoden geführt hat. Bei immerhin etwas mehr als die Hälfte der Patienten mit einem chronischen Clusterkopfschmerz kam es ebenfalls zu einer deutlichen Besserung. Die Besserung hielt den Daten zufolge 3-18 Monate an (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27067225).

Aus diesen Daten einer einzelnen Studie kann sicherlich noch nicht allgemeingültig geschlossen werden, dass die Ketamintherapie bei Clusterkopfschmerz für alle Patienten ein wirkungsvolles Mittel ist. Gerade bei schweren Verlaufsformen, die auf andere Therapien nicht ansprechen, kommt aber ein Therapieversuch mit Ketamininfusionen auf jeden Fall in Betracht.

Ähnliche Erfolge zeigte auch eine Behandlung von 2 Patienten mit einer Kombinationsinfusion aus Ketamin und Magnesium. Beide Patienten erhielten laut den Behandlern eine einzelne Ketamin-Infusion mit Magnesium. Ein Patient hatte danach für 6 Wochen keine Kopfschmerzen mehr, während der andere Patient für 6 Wochen um 50% gebessert war (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28670718). Die gleichen Autoren haben im Jahr 2020 erweiterte Daten veröffentlicht von insgesamt 14 Patienten, die mit einer Kombination aus Ketamininfusion und Magnesium behandelt wurden. Die vorherigen Ergebnisse konten bestätigt werden: Es kam bei einem Großteil der Patienten zu einer deutlichen Besserung der Cluster-Kopfschmerzen nach der Ketamintherapie. In Zahlen ausgedrückt sank die durchschnittle Anzahl von 4 Attacken pro Tag auf eine Attacke pro Tag - bei etwa 3 von 4 Patienten reduzierte sich die Anzahl der Attacken um mindestens die Hälfte. Die Therapie der Cluster-Kopfschmerzen mit einer Ketamininfusion, die ggf. mit Magnesium kombiniert wird, zeigt also eine gute Wirksamkeit. Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33128280/.

Ketaminnasenspray bei Cluster-Kopfschmerz

Inzwischen gibt es auch wissenschaftliche Arbeiten über die Wirkung des Ketamin-Nasensprays bei Cluster-Kopfschmerz. Prinzipiell ist die Vorstellung verlockend, dass ein Keaamin-Nasenspray beim Cluster-Kopfschmerz ggf. sogar die akute Attacke durchbrechen könnte. Allerdings hat eine aktuelle Studie diese Erwartung nicht erfüllen können. Ziel einer im Jahr 2021 durchgeführten Studie war die Reduktion der Kopfschmerzattacke um mindestens 50% durch den Einsatz von einem Ketamin-Nasenspray. Leider konnte jedoch keine erfolgreiche Anwendung (50% Minderung der Attacken 15 Minuten nach Beginn der Ketamintherapie) beobachtet werden. Eine intravenöse Ketamintherapie scheint weiterhin der Standard zu sein (Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34806165/9).

Warum hilft Ketamin bei Cluster-Kopfschmerz?

Der Wirkmechanismus von Ketamin bei Clusterkopfschmerz ist nicht 100% klar. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Rezeptoren im Gehirn bei Patienten mit Clusterkopfschmerz überaktiv sind. Diese sogenannten NMDA-Rezeptoren kommen auf verschiedenen Nervenzellen vor und spielen bei der Schmerzempfindung aber auch bei anderen Hirnaktivitäten eine Rolle. Studien haben zeigen können, dass bei Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen eine verstärke Aktivität dieser Rezeptoren vorliegt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27000870). Dies scheint zu einem Ungleichgewicht in der Funktion der Nervenzellen zu führen und so die Schmerzsymptomatik zumindest mit zu verursachen.

Inzwischen sind eine Reihe von Substanzen bekannt, die auf die oben beschriebenen NMDA-Rezeptoren eine unterdrückende Wirkung haben. Dazu gehören Ketamin aber auch Memantin. Wie bereits oben beschrieben, zeigt Ketamin bei Patienten mit Clusterkopfschmerz eine positive Wirkung. Memantine wurde zwar bisher soweit die verfügbaren Daten zeigen, es gibt aber Berichte von Patienten, dass eine Therapie mit Memantine bei Cluster Kopfschmerz ebenfalls eine positive Wirkung hat.

Cluster-Kopfschmerzen mit Cluster-Infusion behandeln

Aus verschiedenen Erfahrungen in der Praxis und den neusten wissenschaftlichen Daten habe ich das Konzept der Cluster-Infusion entwickelt. Dabei handelt es sich um eine speziell für den Cluster-Kopfschmerz entwickelte Infusion, deren Basis eine Ketamininfusion ist. Daneben werden der Cluster-Infusion weitere Substanzen zugesetzt, die eine positive Wirkung auf den Cluster-Kopfschmerz haben und so zu einer Wirkungsverstärkung führen. Im Idealfall kann so der Effekt verschiedener Präparate kombiniert und der Cluster-Kopfschmerz Effekt behandelt werden.

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