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Warum mehr als eine Infusion? Hilft doch eh nicht!

Um die Wirkung der Ketamininfusion zu beurteilen, reicht eine einzelne Infusion nicht aus. Obwohl ein großer Teil der Patienten bereits nach einer Infusion eine Wirkung spürt, gibt es eine Gruppe von Patienten, die erst bei einer höheren Dosierung anspricht. Denn bei der ersten Infusion wird eine international gängige Dosierung angwandt, die nahezu in 100% der Fälle auch sehr gut vertragen wird. Stellt sich dabei keine Wirkung ein, bedeutet das aber nicht, dass Ketamin keine Therapieoption ist. Denn es kann sein, dass lediglich die Dosierung zu gering war. Daher ist eine ansteigende Dosierung empfohlen, wenn eine Ketamininfusion keine Wirkung zeigt. D.h. nach der ersten (wirkungslosen) Ketamininfusion erfolgt die zweite mit einer höheren Dosierung und die dritte ggf. mit einer noch höheren Dosierung. Das kann theoretisch so lange fortgesetzt werden, bis die ideale Dosierung für einen Patienten gefunden ist. 

Letztendlich sind dem zwar Grenzen gesetzt, da bei höheren Dosierungen die Verträglichkeit der Ketamininfusionen abnimmt, in jedem Fall sollte man aber kein abschließendes Urteil nach nur einer Infusion fällen.

Lesen Sie dazu auch: Anzahl und Wirkdauer der Ketamininfusionen

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