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Anzahl und Wirkdauer der Ketamininfusionen

Leider gibt es keine sehr aussagekräftigen Studien über die genaue Therapieplanung einer Ketamininfusion. Folgende Faktoren sind dabei wichtig:

  • Spricht ein Patient überhaupt auf die Therapie an?
  • Nach wie vielen Infusionen spricht er/sie an?
  • Wie lange hält der Effekt an?

Basierend auf diesen drei Fragen muss man die Ketamintherapie entsprechend planen. Dazu kommt noch ein wichtiger Punkt:

  • Wie viele Ketamininfusionen sind überhaupt möglich?

Denn schliesslich ist die Therapie nicht ganz billig und solange die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen, ist es ganz natürlich, dass Patienten nicht ins Blaue hinein in eine Therapie investieren wollen, von der nicht klar ist, ob oder wann sie wirkt.

Als erstes muss daher die Frage geklärt werden, ob ein Patient überhaupt auf die Ketamininfusionen anspricht. Dazu kann eine einzelne Infusion ausreichen, denn immerhin haben etwa 50% der Patienten mit einer Depression bereits nach einer Infusion einen positiven Effekt. Bleibt dieser aus, sollte man aber nicht mehr als insgesamt 6 Infusionen anwenden. Ist auch nach der 6. Infusion keine Wirkung eingetreten, dann ist diese auch nicht mehr zu erwarten. Individuell kann man mit dem Patient entscheiden, nach wie vielen Infusionen ein Behandlungsversuch abgebrochen wird.

3 Infusionen als optimales Therapiekonzept in Freiburg

Im Ketaminzentrum in Freiburg hat Dr. Schmitz-Buchholz ein optimiertes Therapiekonzept mit 3 Ketamininfusionen entwickelt. "Viele Ärzte behandeln die Patienten gleich mit 6 oder 8 Infusionen, was teuer und nicht unbedingt erfolgversprechend ist. Wir bieten ein individualisiertes Konzept mit 3 abgestimmten Infusionen an. Aufgrund der wissenschaftlichen Daten zur Ketamintherapie und unseren Erfahrungen haben wir damit das Standardvorgehen weiterentwickelt. Damit können wir den Patienten eine Lösung anbieten, die vergleichsweise kostengünstig ist, dennoch aber durch eine an den Patienten angepasste Dosierung eine höhere Erfolgsrate hat, als andere Behandlungen", so der Arzt.

Die Frage nach der Erhaltungstherapie mit regelmäßigen Ketamininfusionen läßt sich nur individuell für jeden Patienten beantworten. Denn das hängt maßgeblich davon ab, wie gut und schnell eine Wirkung bei den ersten Infusionen eingetreten ist und wie lange diese Wirkung anhält. Letztendlich kann die Wirkung bereits nach 2 Wochen nachlassen, kann aber auch Monate anhalten. Am besten ist das beschriebene individuelle Vorgehen - eine Erhaltungsinfusion sollte etwa für 3-4 Wochen nach den ersten Infusionen geplant werden, kann aber im Bedarfsfall früher oder später erfolgen.

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