Ketamintherapie in Deutschland und Europa

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Das sagen Patienten

 
5.0
GK Gina Keßler
"Ich habe eine 21 -jährige Tochter, die seit ihrem 12.Lebensjahr..."
 
4.7
F Falci
"Waren in Freiburg zur Ketaminbehandlung bei Dr. Buchholz. Er hat..."

Ketamin Langzeitschäden - wie sicher ist die Therapie?

Die Therapie mit Ketamininfusionen funktioniert bei ausgewählten Patienten und besonders bei der Diagnose einer Depression sehr gut. Leider bedeutet eine erfolgreiche Ketamintherapie nicht, dass nur eine einmalige oder kurzdauernde Therapie zum dauerhaften Erfolg führt; In der Regel müssen die Ketamininfusionen in einem Abstand von mehreren Wochen wiederholt werden, um eine anhaltende Besserung zu erreichen.

Wie gefährlich ist eine Ketamin-Langzeittherapie?

Gerade bei einer Therapie über Monate oder Jahre stellt sich natürlich die Frage nach möglichen Schäden, die dadurch hervorgerufen werden können. Während die kurzzeitige Anwendung der Ketamin-Infusion sicher und gut verträglich ist (Lesen Sie auch: Ketamininfusion Nebenwirkungen), ist über die Risiken einer Langzeittherapie weniger bekannt. Die bisherigen Erkenntnisse über mögliche Langzeitschäden stammten aus Beobachten an Patienten, die über Jahre im Rahmen einer Suchterkrankung Ketamin zu sich genommen hatten oder aus Tierexperimenten. Aus diesen Quellen wusste man beispielsweise, dass der Langzeitkonsum von Ketamin zu Störungen im Zentralnervensystem führen kann und häufig auch Beenträchtigungen der Hernwege auftreten - am häufigsten mit einer Störung der Blasenfunktion oder anhaltenden Blasenentzündung. Aber wie würde sich das in Bezug auf einer medizinisch indizierte und unter ärztlichen Aufsicht durchgeführte Therapie mit Ketamin-Infusionen über einen längeren Zeitraum verhalten? Nachdem aus der täglichen Praxis bisher bereits über die letzte Jahre der Eindruck entstanden ist, dass eine wohldosierte und kontrollierte Ketamintherapie keine Langzeitschäden provoziert, hat sich dies inzwischen auch in einer wissenschaftlichen Arbeit niedergeschlagen.

Die Autoren dieser Übersicht begutachteten die bisher verfügbaren Informationen über die möglichen Nebenwirkunger einer Ketamintherapie im Hinblick auf die möglichen Kurz- und Langzeitwirkungen. Erfreulicherweise fällt das Urteil der Autoren sehr positiv aus:

  • Kurzzeitnebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Erbrechen sind üblicherweise leicht und vorübergehend
  • Langzeitwirkungen wie Denkstörungen oder Störungen der Harnwege werden zwar bei Tierexperimenten und bei Suchtkranken beobachtet, bei einer Ketamintherapie mit den üblichen Dosierungen zur Therapie von Depressionen, Angst oder Schmerzerkrankungen treten diese jedoch nicht auf.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35416105/

Patienten müssen also auch im Rahmen einer Lnagzeitanwendung von Ketamininfusionen nicht befürchten, dass schwere Nebenwirungen auftreten - solange die Therapie unter ärztlichen Aufsicht und unter sorgfältiger Stellung der Indikation und Dosierung erfolgt.

 

 

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