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Ketamininfusion gegen Alkohol - eine hilfreiche Therapie

Ketamininfusion Alkohol

Wir wissen aus der täglichen Anwendung und wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass die Ketamininfusion eine weitreichende Wirkung auf das menschlice Gehirn hat. Es dient nicht nur als sehr wirksames Schmerzmittel in der Therapie von akuten oder chronischen Schmerzen, sondern kann auch nachhaltige Wirkungen bei der Therapie von chronischen Depressionen oder Angsterkrankungen erzielen. Inzwischen gibt es auch gute wissenschaftliche Nachweise, dass Ketamininfusionen bei der Bekämpfung von Akoholanhängigkeit eine Rolle spielen können.

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Ketamintherapie bei Abhängigkeitsproblemen: Grundlagen

Ketamininfusion gegen Alkohol-Konsum

Um die Wirkungsweise von Ketamin bei der Behandlung von Alkohol-Entwöhnung oder anderer Drogenabhängigkeit zu verstehen, muss man auf die Verbindung von Alkohol/Drogen und postiven Erlebnissen eingehen. Bei Menschen mit ungesundem Alkoholkonsum liegen im Gehirn sogenannte "maladaptive reward memories" vor. Dies sind vom Gehirn geknüpfte Verbindungen zwischen positiven Erinnerungen und dem Alkohol- oder Drogenkonsum. Das Gehirn verbindet damit beispielsweise Alkohol mit positiven Gefühlen und Wahrnehmungen - was umgekehrt zu einem verstärkten Drang nach Alkohol führt. Denn der Drang nach positiven Empfindungen und Gefühlen ist im menschlichen Gehirn natürlicherweise vorhanden. Und obwohl der eigentliche Alkoholkonsum dem Körper langfristig schadet, wird er trotzdem weiter aufrechterhalten oder ausgeweitet, da er im Gehirn des Konsumenten positiv wahrgenommen wird.

Das Durchbrechen dieser positiven Verknüpfung des Alkoholkonsums gehört zu den wichtigsten Pfeilern einer erfolgreichen Therapie bei schädlichem Alkoholkonsum. Bisher wurde die Ketamintherapie gar nicht oder kaum in diesem Bereich eingesetzt, doch haben neuere Studien gezeigt, dass eine Ketamininfusion bei der Behandlung von Alkoholkonsum sehr hilfreich sein kann. Dabei gelingt durch die Gabe von Ketamin offenbar, was viele andere Therapien versuchen aber nur unzureichend erreichen: Die positive Verknüpfung des Alkoholkonsums kann gelöst werden und das Gehirn "lernt" den Alkoholkonsum neu zu bewerten.

Der positive Effekt der Ketamintherapie auf den Alkoholkonsum wurde bereits in vielen Studien nachgewiesen: 

Unter anderem konnte auch gezeigt werden, dass regelmäßiger Alkoholkonsum zu einer Veränderung des Gehirnstoffwechsels und der Aktivität von Gehirnzellen führt. Teilweise kann eine Ketamintherapie diese Veränderungen rückgängig machen und so den Alkoholkonsum positiv beeinflussen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6420859/).

Ketamin bei Alkoholentzug lindert Symptome

Dass Ketamin bei der Behandlung einer Alkoholkrankheit nicht nur zentralnervöse Lernprozesse umkehren und damit bei einer Entwöhnung hilfreich sein kann, sondern darüber hinaus auch Entzugserscheinungen lindern kann, lässt sich ebenfalls beobachten. Hierzu gibt es neben den praktischen Erfahrungen auch Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6046046/).

Alkoholabstinenz führt bei Patienten mit Alkoholkrankheit zu gesteigerter Angst und Depression, was wiederum zu einem verstärkten Verlangen nach Alkohol führt. Wird Ketamin in der Phase des Alkoholentzuges gegeben, werden Angst und Depressivität vermindert und die weitere Abstinenz wird wahrscheinlicher (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6483102/, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6180031/)

 

 

 

Tags: Abhängigkeit

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